Die Welt ist ein Buch - wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Sonntag, 1. Dezember 2013

So etwas wie ein Ré­su­mé?

Seit genau 118 Tagen bin ich nun wieder zuhause, aber fand nie die Motivation, hier noch etwas zu schreiben. Wusste nie, was ich überhaupt noch sagen sollte. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, was ich hier jetzt noch fabrizieren werde, aber ich werde das Gefühl nicht los, endlich irgendetwas schreiben zu müssen.

Meine USA-Rundreise liegt nun wohl schon zu lange zurück, als dass ich noch detaillierte Berichte darüber abgeben könnte. So viel sei gesagt: Franzy, Micha, Mario und ich hatten zusammen ne echt tolle Zeit, wir haben so unheimlich viel gesehen. Zum Beispiel ein kleines chinesisches Kind, das im Reisebus viel lieber in ne Flasche als ins Klo gepinkelt hat. Wie wir im Yellowstone National Park zusammen in unserer Hütte am Boden rumsaßen und Rotwein getrunken haben. Wie wir Mario in Las Vegas im Hotel vergessen haben, und ohne ihn zum Grand Canyon gefahren sind. Danke an euch für die tolle Zeit!

Die Abschiede. Der Abschied von Micha war nicht so schwer, wie anfangs vermutet. Lag wohl auch daran, dass sie jetzt in Passau studiert und in Reichweite ist. Aber der Abschied von Franzy war wohl der schlimmste überhaupt. Wir beide sind viel zu früh zum Flughafen gefahren, und haben uns dort bestimmt noch ne Stunde rumgedrückt, bevor Franzy endgültig durch die Sicherheitskontrolle gehen musste. Noch 182 Tage, Baby <3

Und nun bin ich schon seit knapp 4 Monaten zuhause, studiere, arbeite, und versuche irgendwie ne Balance zu finden. 
Ich habe während meines Jahres schon gemerkt, dass sich immer weniger Leute auf meine Nachrichten und Briefe meldeten, habe es aber auf die Entfernung geschoben. Dachte, dass das wieder besser werde würde, sobald ich wieder zuhause bin. Tja, falsch gedacht. Zumindest was den Großteil meiner Bekannten angeht. Zuerst gab es diese 'Oh mein Gott ich will alles von deinem Jahr wissen'-Nachrichten (Wenn ihr so neugierig darauf seid, warum konntet ihr dann nie zurückschreiben?), und dann wurden Treffen immer abgesagt, oder der Kontakt blieb dann einfach komplett aus. Versteht mich nicht falsch, ich will hier nicht herum heulen, ich versuche nur das Ganze zu verstehen.

Anfangs habe ich mir darüber sehr viele Gedanken gemacht, aber mittlerweile habe ich verstanden, dass die wichtigsten Menschen immer noch in meinem Leben sind. Und auch wenn ich die meisten von euch nur sehr selten sehe, ich bin euch so unheimlich dankbar für alles.
Danke auch an alle anderen. Ihr habt mir gezeigt, wie wichtig wahre Freunde sind. 

Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich schon wieder komplett angekommen bin, aber ich bin mir sicher, dass sich das irgendwann ändern wird (Spätestens dann, wenn Franzy endlich wieder hier ist).

Vielen Dank an alle, die sich durch die unheimlich regelmäßigen Posts hier gekämpft haben. <3

Alles Liebe,
Tanja 

_________________________________________________________________

You will never be completely at home again,
because a part of your heart will always be elsewhere.
That is the price you pay for the richness
of knowing and loving people in more than one place.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen